
Nach dem Aufstieg der Dresdner Eislöwen in die erste Deutsche Eishockeyliga (DEL) Ende April 2025 gilt es, deren Spielstätte, die JOYNEXT Arena, bis zum Saisonstart Mitte September an die Anforderungen der DEL anzupassen.
Neue Beleuchtung
Die neue LED-Flutlichtanlage ist die wichtigste und größte Anforderung, die bis zum Saisonstart erfüllt sein muss. In der DEL-Richtlinie sind die Vorgaben für das Flutlicht detailliert geregelt: Diese sieht eine Mindestleuchtstärke von 2.100 Lux horizontal und 1.400 Lux vertikal in DEL-Spielstätten vor. Die DEL stellt darüber hinaus Vorgaben für die Bedienungsmöglichkeiten der LED-Technologie, z. B. kurze Einschaltzeiten, Dimmbarkeit und Effektbeleuchtung. Zudem ist die neue Lichtanlage mit weniger Wartungsarbeiten verbunden, spart Strom und verbessert die CO2-Bilanz. Die Kosten für die neue LED-Flutlichtanlage liegen bei rund 450.000 Euro. Das Dresdner Büro Elektro Ing-Plan ist für die Planung verantwortlich, die Firma Elektro Dresden-West (EDW) für die Ausführung. Pünktlich zum Saisonstart ist die neue Lichtanlage einsatzbereit. Die Umbauarbeiten dauerten drei Monate.
Pressearbeitsplätze und Kameraturm
Eine weitere Voraussetzung, um in der DEL spielen zu dürfen, ist die Bereitstellung von Pressearbeitsplätzen sowie eines Kameraturms. Für beide Bauten wurden zunächst Provisorien eingerichtet. Der Kameraturm besteht aus einer Gerüstkonstruktion und bietet den Kameraleuten auf sieben Metern Höhe eine ausreichend große Plattform, um gutes Bildmaterial von den Erstliga-Spielen einzufangen. Für die dauerhafte Lösung sind die Planungsunterlagen bereits erstellt und der Bauantrag im Juli 2025 eingereicht worden.
Auch die Journalisten arbeiten zunächst mit einer provisorischen Variante. Die geforderten 20 Arbeitsplätze in Kombination mit einem Raum für Pressekonferenzen sind in Containern eingerichtet und über eine eigens gebaute Brücke direkt aus der JOYNEXT Arena erreichbar. Auch für den Pressebereich ist der dauerhafte Umbau vorgesehen und befindet sich in der Planungs- und Antragsphase.
Puck- und Spieler-Tracking
Weiterhin wurden die beiden Regiekabinen auf der Westseite vergrößert, um mehr Platz für die zusätzliche Technik zu schaffen, die mit dem geforderten Video-Replay und den Übertorkameras einher geht. Auch das von der Liga geforderte Wisehockey, ein Tracking-System im Eishockey, das die Auswertung von Sportdaten rund um Spieler und Pucks ermöglicht, wurde eingebaut. Wegen der höheren Sicherheitsanforderungen von Sicherheitsdienst, Polizei, Sanitätsdienst, Feuerwehr und Veranstaltungsleitung wurde eine zusätzliche Einsatzkabine auf der Ostseite der JOYNEXT Arena errichtet. Der Aus- und Neubau der Kabinen kostete 50.000 Euro, die Bauzeit lag bei etwa drei Monaten.
Bande und Spielerbänke
Direkt am Spielfeld wurden die Bande und Spielerbänke umgebaut. Auch neue Tore wurden eigens für die höchste Liga angeschafft. In Eigenleistung der Eislöwen wird derzeit eine LED-Bande am Oberrang angebaut, um zusätzliche Vermarktungspotentiale zu eröffnen, welche helfen sollen, den höheren Etat in der DEL zu sichern. Dazu werden Anfang September 220 Meter LED-Panels verbaut. Die Landeshauptstadt Dresden steuert die erforderlichen Installationen (Strom, Daten) im Wert von rund 40.000 Euro bei.
Für die notwendigen Umbauten und Anpassungen sind im städtischen Haushalt 1,8 Millionen Euro eingestellt. Neben der Ertüchtigung der JOYNEXT Arena für den DEL-Spielbetrieb helfen diese Investitionen auch, um das mittlerweile 18 Jahre alte Objekt auf dem Stand der Technik zu halten und den ständig steigenden Anforderungen bei Drittveranstaltungen gerecht zu werden bzw. neue Veranstaltungsformate zu erschließen.