Dresden in Zahlen: Mehr als jeder Dritte Beschäftigte arbeitet in Teilzeit

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Das Quartalsblatt „Dresden in Zahlen – IV. Quartal 2025“ wurde veröffentlicht. Darin enthalten sind Daten zur Mietpreisentwicklung, Teilzeitbeschäftigung, konjunkturellen Kurzarbeit und die Ergebnisse der Haushalteprognose 2025. Zudem gibt es aktuelle Kurznachrichten und Quartalszahlen.

Mietpreisentwicklung in den Dresdner Stadtteilen

In Dresden steigen die Wohnungsmieten seit Jahren deutlich. Zwischen 2010 und 2025 erhöhten sich die Angebotsmieten um 59 Prozent auf 9,09 Euro pro Quadratmeter. Bestandsmieten stiegen zuletzt stärker und liegen je nach Lage zwischen 5,20 und 10,60 Euro pro Quadratmeter. Günstige Wohnungen finden sich vor allem in Plattenbaugebieten, während zentrale und östliche Stadtteile besonders teuer sind. Bei Neubauten stiegen die Mieten von 11 Euro pro Quadratmeter (2022) auf 12,75 Euro pro Quadratmeter (2024). 
Hochpreisige Angebote konzentrieren sich in zentralen Lagen. Insgesamt verschärfen sich die Unterschiede zwischen den Stadtteilen, bei gleichzeitig teilweise erkennbarer sozialer Durchmischung.

Teilzeitbeschäftigung: Struktur, Entwicklung und Motive

In Dresden gewinnt Teilzeitbeschäftigung zunehmend an Bedeutung. 2025 waren 36 Prozent der rund 281.100 Beschäftigten in Teilzeit tätig, gegenüber 27,5 Prozent im Jahr 2015. Gleichzeitig sank der Vollzeitanteil auf 64 Prozent. Frauen arbeiten deutlich häufiger in Teilzeit und stellen 70 Prozent dieser Beschäftigten. Besonders verbreitet ist Teilzeit in sozialen und öffentlichen Berufen. Gründe sind vor allem familiäre Verpflichtungen, persönliche Präferenzen und fehlende Vollzeitstellen. Teilzeitbeschäftigte sind mit ihrer Arbeitssituation weniger zufrieden, engagieren sich jedoch häufiger ehrenamtlich. Die Entwicklung zeigt einen strukturellen Wandel des Arbeitsmarktes hin zu flexibleren Arbeitszeitmodellen und unterstreicht die Bedeutung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen.

Konjunkturelle Kurzarbeit in Dresden, Sachsen und Deutschland

In Dresden wirkt sich die anhaltende Wirtschaftskrise zunehmend auf den Arbeitsmarkt aus. Steigende Arbeitslosenzahlen und weniger Stellenangebote gehen mit einer deutlich höheren Nutzung von Kurzarbeit einher. 2025 stieg sowohl die Zahl der betroffenen Betriebe als auch der Beschäftigten erheblich. Besonders betroffen sind Industriebranchen wie die Herstellung elektronischer Erzeugnisse und der Maschinenbau.
Bundesweit bleibt das Niveau hoch. Die Bundesregierung verlängerte daher die maximale Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes bis Ende 2026. Kurzarbeit stabilisiert Beschäftigung, ersetzt jedoch keinen Aufschwung. Die weitere Entwicklung hängt stark von Konjunktur, Strukturwandel und globalen Unsicherheiten ab.

Ergebnisse der Haushalteprognose 2025

In Dresden wird die Zahl der privaten Haushalte bis 2040 voraussichtlich auf 330.900 steigen (+5,6 Prozent). Damit wächst sie stärker als die Bevölkerung. Treiber ist vor allem die Zunahme von Einpersonenhaushalten, die künftig über die Hälfte ausmachen. Gleichzeitig sinkt die durchschnittliche Haushaltsgröße. Größere Haushalte gehen aufgrund demografischer Entwicklungen und niedriger Geburtenzahlen zurück. Stadtteile mit intensiver Bautätigkeit verzeichnen die größten Zuwächse. Insgesamt verschiebt sich der Wohnungsbedarf hin zu kleineren Wohnungen, während familiengeeigneter Wohnraum knapp bleibt. Dies stellt den Dresdner Wohnungsmarkt vor anhaltende Herausforderungen.

Die Ausgabe „Dresden in Zahlen – IV. Quartal 2025“ kann kostenfrei unter www.dresden.de/statistik heruntergeladen oder in gedruckter Form telefonisch unter 0351-4881100 bzw. per E-Mail an [email protected] bei der Kommunalen Statistikstelle bestellt werden.


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